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28.02.2010
Von: traveller
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Mitfahrerzentrale - eine abenteuerliche Fahrt

Der Beitrag von Benni ruft in mir Erinnerungen wach an eine Begebenheit in den 50er Jahren.
Damals wollte ich ebenfalls von Berlin nach Bayern reisen. Die günstigste Möglichkeit dorthin zu kommen war über die Mitfahrerzentrale. Ich meldete mich an.
Ein jüngerer Mann mit einem alten Mercedes nahm noch 3 Fahrgäste mit und so fuhren wir über die Autobahn Richtung Bayern. Plötzlich auftretender Dieselgeruch und eine deutliche reduzierte Geschwindigkeit unseres Autos signalisierte, dass etwas nicht in Ordnung war.
Also anhalten, Haube aufmachen und nachschauen. Es stellte sich heraus, dass bei einem Zylinder die Einspritzung des Dieselkraftstoffes defekt war und ständig Diesel in den Motorraum spritzte.
Das war wegen der Brandgefahr sehr gefährlich.
Guter Rat war teuer, einen ADAC gab es auf der sogenannten Interzonenautobahn nicht.
Wir berieten was man machen konnte. Da kam uns die Idee: die ostdeutschen Münzen waren damals aus so weichem Material, dass man sie mit einer Schere schneiden konnte. Wir schnitten also eine Münze auf das rechte Maß, bauten sie als in den Düsenstock ein und legten so den Zylinder lahm, dichteten aber damit die Düse ab. Das Auto fuhr also nur noch auf 3 Zylindern, aber es trat wenigstens kein Kraftstoff mehr aus und wir erreichten unser Ziel -zwar langsam, aber wir kamen heil an.

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