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Berliner \

07.02.2010
Von: kid
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Busfahren in der Nachkriegszeit in Berlin

Nach dem Krieg fuhren in Berlin noch diese Schnauzenbusse, die ab den 30er Jahren gebaut wurden. Es war Schwerstarbeit für die Fahrer, diese Ungetüme durch den Straßenverkehr zu bewegen: weitestgehend ohne technische Hilfen beim Lenken, Kuppeln und Bremsen musste der Fahrer alles mit Muskelkraft bewegen.
Interessant war, dass der Einstieg in den Bus hinten war, wo es keine Tür gab (siehe Bild). Links ging die Treppe gerade hinauf ins Oberdeck, rechts in den unteren Teil des Busses. Der Einstieg in den Bus war ständig offen, so dass man während der Fahrt die Treppe vom Oberdeck runter balancieren musste, wenn man an der nächsten Haltestelle aussteigen wollte. Wenn man ausgerutscht wäre, hätte man den Bus während der Fahrt unfreiwillig verlassen. Nach heutigen Sicherheitsvorschriften ein unvorstellbarer Zustand.
Diese Schnauzenbusse wurden wenig später durch modernere Busse mit Unterflurmotor ersetzt, aber der offene Einstieg blieb noch eine ganze Weile erhalten, bis er durch Klapptüren ersetzt wurde.

Für uns Schüler war dieser Einstieg eine ständige sportliche Herausforderung, konnte man doch den Bus auch während der Fahrt an roten Ampeln, bei Verkehrsstau oder Langsamfahrten besteigen oder verlassen, wenn der Schaffner gerade nicht herschaute.

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Kommentare

 

 

2010-02-25 21:16:54
Von: gr
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Das Balancieren beim Heruntersteigen vom Oberdeck war kein Spass, sondern absolut notwendig. Denn die durchschnittliche Haltezeit Berliner Busse an einer Haltestelle betrug gerademal 4 Sekunden! Berliner Tempo eben ...