Im Gedanken an Ernst von Feuchtersleben, (1806-1849 ) möchte ich abgewandelt sagen:
„Es ist bestimmt von Gottes Rat, wie lang man seine Haare hat!“.
Meine Mutter, die leider nur zwei Jahre, sechs Monate und 19 Tage ab meiner Geburt an meiner Seite blieb, bis sie mich für immer verlassen musste, sagte kosend „Engelhaar“ zu mir. Wenn sie dies sprach, strich sie mir über mein blondgelocktes Haar. „O hast du noch ein Mütterchen, so hab es lieb und halt es wert“ schrieb Friedrich Arnleitner, (1845 – 1903). Hätte ich doch länger eine Mutter gehabt, denke ich noch heute. Niemand nachher sagte ähnliches zu mir.
Doch schon in mittleren Jahren konnte ich nicht mehr, nach Albert Lortzing, überzeugt singen: „Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar“, obwohl ich habe heut’ noch ein paar. An Mut und Hoffnungen war ich stets reich!
Braune große Augen und blonde Haare konnten trotz meines überzeugenden Babyblickes nicht von Dauer sein. Ab dem zwölften Lebensjahr wurden meine Haare brünett. Nach meiner Pubertät war ich schon bald um die Erhaltung meiner „Haarespracht“ bemüht.
Ungeachtet dessen lichteten sich im Laufe der Jahre meine Haare. Mein Friseur hatte immer schon von meinem „feinen Haar“ gesprochen. Üppig geboren, viele verloren, die Haare meine ich. Machten sich erst andere darüber lustig, wird jetzt aus meinem Ernst Spaß. Was bleibt schon einem alten Kracher anderes übrig?
So suche ich nach einem Reim, aber es sollte kein Werbespruch sein. Welcher ist nun besser?
Wer früh einmal sein Haar verliert, mit der Perücke es probiert!
Wenn du dein Haar verloren hast, sieh, ob dir ‚ne Perücke passt!
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